
Über 7 Millionen Menschen pflegen in Deutschland einen Angehörigen – oft bis an die Grenze ihrer Kräfte. Eine neue Onlinestudie soll erstmals systematisch erfassen, was sie wirklich brauchen, um diese Versorgungslücke zu schließen.
Mehr als 7 Millionen Menschen in Deutschland übernehmen täglich die Pflege eines Angehörigen – viele davon neben einem Vollzeitjob und eigener Familie. Mehr als die Hälfte fühlt sich dabei hoch belastet oder überfordert. Doch die durchschnittliche Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz beträgt rund 20 Wochen – eine Lücke, die viele Betroffene schlicht nicht schließen können.
Deshalb haben wir eine bundesweite Onlinestudie gestartet, um den tatsächlichen Belastungsgrad pflegender Angehöriger systematisch zu erfassen. Im Fokus: emotionale Erschöpfung, Schuldgefühle, Vereinbarkeitsdruck – und die zentrale Frage, welche Unterstützungsangebote im Alltag wirklich helfen würden.
“Pflegende Angehörige sind die größte, aber am wenigsten sichtbare Gruppe in unserem Pflegesystem. Wir wollen ihnen endlich eine Stimme geben – mit Zahlen, die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger wachrütteln und Angebote konkret verbessern.” – Martin Geiger, Gründer care2day
Die Studie richtet sich an alle, die aktuell oder in der Vergangenheit einen Angehörigen gepflegt haben. Die Teilnahme dauert ca. 4 Minuten, ist vollständig anonym und kostenlos erreichbar unter:
Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Studie öffentlich zugänglich gemacht und sollen als Grundlage für evidenzbasierte Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige dienen.